1.Beisitzende Regina Alex
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Wir unterstützen als Verein die
Kastrationspflicht für Katzen
Unter dem Namen “Paderborner Modell” läuft zur Zeit in Tierschützerkreisen eine Aktion
zur gesetzlichen Verpflichtung von Tierhaltern zur Kastration von Haustieren.
Der Katzenschutzverein Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. unterstützt die Aktivität zur
Verpflichtung von Tierhaltern zur Kastration.
Die erstmals für die Stadt Paderborn erlassene Verordnung soll bundesweit ausgedehnt
werden.
Katzenhalter/innen, die ihrer Katze Zugang ins Freie gewähren, haben diese zuvor
von einem Tierarzt kastrieren und mittels Tätowierung oder Mikrochip kennzeichnen
zu lassen.
Dies gilt nicht für weniger als 5 Monate alte Katzen.
Als Katzenhalter/in im vorstehenden Sinn gilt auch, wer freilaufenden Katzen
regelmäßig Futter zur Verfügung Stellt.
Für die Zucht von Rassekatzen können auf Antrag Ausnahmen von der Kastrationspflicht zugelassen werden,
sofern eine Kontrolle und Versorgung der Nachzucht glaubhaft dargelegt wird.”
Warum setzen sich die Tierschutzvereine für diese Verpflichtung der
Tierhalter ein?
-Allein im Kreis Ahrweiler werden durch den Tierschutzverein jährlich über 12.000 Euro für die
Kastration verwilderter Katzen ausgegeben! Diese Tiere sind verwildert, haben Junge, welche
teils unter erbarmungswürdigen Zuständen aufwachsen(Krankheiten und Futterknappheit).
-Nichtkastrierte Katzen vermehren sich exponential.
-Die Gefahr für Krankheiten incl. Katzenaids ist erhöht.
-Die Lebenserwartung nichtkastrierter Katzen sinkt bis auf 2 Jahre.
-Die Tierheime und Pflegestellen quellen in den Monaten Mai bis Oktober über wegen der Abgabe
von Katzenwelpen.
-Es gibt leider zu viele Tiere.
-Das Umbringen von Katzenwelpen, welches früher oft praktiziert wurde, ist ein Straftatbestand
und führt zu hohem Bußgeld oder gar Gefängnis.
Wir setzen uns in jedem Fall für eine Lösung dieser Probleme ein. Sollten Tierbesitzer aufgrund
sozialer Gegebenheiten meinen nicht in der Lage zu sein, ihre Tiere kastreiren zu lassen,
sprechen Sie mit ihrem Tierarzt oder mit uns. Es gibt oft einen Weg.
Kastrationspflicht von Katzen in Verden und Hildesheim
In Niedersachsen ist vor kurzem nicht nur ein neues Hundegesetz eingeführt worden. Als eine der ersten Städte in Deutschland nach Paderborn widmen sich
nun Hildesheim und Verden verstärkt der Problematik der sich unkontrolliert vermehrenden Katzen. Vorbild für die neue Verordnung in Verden ist Delmenhorst.
Dort wurde bereits 2010 eine Katzenschutzverordnung eingeführt. Der stellvertretende Fachbereichsleiter des Ordnungsamtes in Verden, Herr Rolf Schwirz,
ist mit dem Ergebnis der im Februar 2011 in Kraft getretenen Verordnung sehr zufrieden. Auch seitens der Katzenbesitzer gab es kaum Widerstand, zumal die
Kastrationsaktion anfangs von der Stadt bezuschusst wurde, so Schwirz im Gespräch mit TASSO. Mit der Verordnung, die durchaus Gesetzescharakter hat,
trägt die Stadt Verden nachhaltig zur Entlastung des ortsansässigen Tierheims bei. Neben der Pflicht, die Katzen kastrieren zu lassen, muss auch jede Katze
einen Chip tragen. Der hannoversche Tiermediziner Professor Hackbarth hält sogar einen Sachkundenachweis für Katzen für nicht abwegig. "Alles deutet
darauf hin, dass die Politik in Deutschland langsam umdenkt und Tierhalter mehr in die Verantwortung für ihre Tiere nehmen will. Verordnungen wie in Hamburg,
Berlin und jetzt in Niedersachsen - um nur einige Länder zu nennen - werden mittelfristig für alle Bundesländer eingeführt werden", ist sich Philip McCreight
von TASSO sicher. "Ein Weg, den wir Tierschützer nur begrüßen können."
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