Gnadenbrotstellen und Dauerpflegestellen
Der Verein sucht laufend ehrenamtliche Pflegestellen, auf denen vor allem ältere Tiere ihren Lebensabend verbringen können. Immer wieder werden uns Tiere übergeben, die die alt und krank sind oder deren Besitzer verstorben sind oder ein Pflegefall wurden. Nicht selten wurden sie ausgesetzt. Manches Mal ist ein Tier vom Leben auch so gezeichnet, dass sein Sozialverhalten sich nicht in eine Familie integrieren lässt. Selbstverständlich versuchen wir alles, damit auch diese Tiere ein Zuhause finden.
Gnadenbrotstelle
Oft gelingt dies nur, wenn wir für diese alten, kranken Fellnasen eine sog. Gnadenbrotstelle einrichten. Wir verzichten in diesen Fällen auf eine Vermittlungsgebühr und tragen die Kosten für Tierarzt und Medikation solange das Tier lebt. Weitere unterstützende Maßnahmen werden bei Bedarf im Detail individuell abgestimmt. Wer Interesse an dieser wichtigen Aufgabe im Tierschutz hat, kann sich gerne an Anita Andres (02641 207465) wenden.
Dauerpflegestelle
Normalerweise füttern wir streunende, herrenlose Straßenkatzen, versuchen sie einzufangen und zu kastrieren und richten Futterstellen ein bzw. setzen sie an einer Futterstelle wieder aus. Wenn die Tiere lange, vor allem schon als Kitten, auf der Straße gelebt haben, sind sie meist nicht mehr sozialisierbar und können nicht ohne weiteres in eine Familie integriert werden. Es gibt aber immer wieder Fälle, in denen das Verhalten der Tiere Anlass zur Hoffnung gibt, dass man sie vor einem Leben auf der Straße retten kann. Z.B. wenn sie nicht panisch sondern nur scheu reagieren. Oder aber sie sind in so schlechtem Zustand, dass man sie nicht mehr aussetzen möchte. In diesen Fällen richten wir eine sog. Dauerpflegestelle ein, bei der die Tiere bei besonders katzenerfahrenen Menschen ein ruhiges Zuhause finden, wo sie genug Rückzugsmöglichkeiten haben um sich langsam aber sicher an den Menschen zu gewöhnen. Die Dauer kann unterschiedlich lang sein und hängt vom Alter des Tieres und was es erlebt hat ab. Das geht von einigen Monaten bis etlichen Jahren. Die Dauerpflegestelle statten wir mit dem notwendigen Equipment aus (Kratzmöbel, Katzenklo) und versorgen die Tiere mit Futter und Streu und übernehmen die Tierarztkosten und die Medikation, falls erforderlich.
Helfen Sie uns Gnadenbrotstellen zu finanzieren und aufrecht zuerhalten
Mit der Übernahme bestimmter Kosten solange das Tier lebt, gehen wir eine dauerhafte finanzielle Belastung ein. Darüber hinaus ist es immer wieder nötig, die Stellen regelmäßig mit Futter und Streu zu versorgen oder aber auch die Tiere zum Tierarzt zu bringen, z.B. wenn der Gnadenbrotstelleninhaber keinen Führerschein hat. In diesen Fällen benötigen wir dringend zur Unterstützung einen Mobilitätsservice, der von uns gestelltes Futter und Streu zur Gnadenbrotstelle bringt bzw. die Tiere zum Tierarzt fährt (z.B. zum Impfen) und wieder zurück bringt.
Wie können Sie unterstützen?
Patenschaft
Sie können eine Patenschaft übernehmen: mit einer Spende ab 10 € monatlich kann der Pate/die Patin die Futter- bzw. Tierarztkosten für ein Jahr mittragen. Für 10 € wird eine Katze zwei Wochen lang satt. Zum Dank für ihr Engagement stellen wir Ihnen gerne eine Patenschaftsurkunde aus.
Patenschaft als Geschenk
Gerne können Sie eine Patenschaft auch als Geschenk weitergeben. In diesem Fall müssen Sie uns für die Ausstellung der Urkunde nur den Namen des/der Beschenkten nennen.
Und so geht es:
1. Schicken Sie eine Mail an info(at)katzenschutz-aw(dot)de und teilen Sie uns mit, in welcher Höhe Sie künftig monatlich oder als Einmalbetrag spenden möchten.
2. Richten Sie einen Dauerauftrag ein oder überweisen Sie uns den gewählten Einmalbetrag für ein Jahr und geben Sie bitte als Zweck an "Patenschaft für Gnadenbrotstelle fü Vor- und Zuname oder ggf. - Name des/der Beschenkten".
3. Nach Eingang der Zahlung erhalten Sie einen personalisierten Patenschaftsbrief per pdF.
Patenschaft für Mobilitätsservice
Wenn Sie Interesse an dieser wichtigen Aufgabe im Tierschutz haben, wenden Sie sich bitte an Anita Andres, Tel. 02641 207 465 oder per Mail an info@katzenschutz-aw. Wir werden Ihnen - je nach Wohnort - die geeigneten Gnadenbrotstellen vorstellen und Ihnen alle weiteren Informationen geben.
Zum Dank für ihr Engagement stellen wir Ihnen gerne eine Patenschaftsurkunde aus.
Unsere Gnadenbrot- und Dauerpflegestellen - Beispiele
Der ca. 12 Jahre alte Kater Bruno wurde in einer eisigen Januarnacht zwischen zwei Eifeldörfern bewegungsunfähig im tiefen Straßengraben gefunden worden. Dort hat er mindestens 2-3 Tage zugebracht. Bruno war kastriert aber nicht gechippt und sein äußerst menschenbezogenes und verschmustes Verhalten stellte klar, dass er zumindest lange Zeit in einem liebevollen Zuhause gelebt hat. Bei der tierärztlichen Untersuchung stellte sich schnell heraus, dass seine Lähmung nicht auf einen Unfall zurückzuführen war, sondern dass er wegen einer unbehandelten schweren Arthrose in den Kniegelenken bewegungsunfähig war. Da er auf keinen Fall in diesem Zustand von allein zu seinem Fundort hatte kommen können, bleibt die Vermutung, dass er – von wem auch immer - ausgesetzt wurde. Unsere Suchmeldungen bleiben erfolglos.
Brunos Lähmung ging mit der begonnenen monatlichen Solensia-Injektion nach und nach zurück. Zum allem Unglück versprang er sich, und ein Kreuzbandriss war die Folge. Wir finanzierten die erforderliche Operation und Bruno ist soweit wieder fit, muss allerdings jeden Monat eine Solensia-Injektion vom Tierarzt bekommen. Um Bruno doch noch einen schönen Lebensabend in einem Für-Immer-Zuhause zu ermöglichen, haben wir für ihn unter Verzicht auf die Vermittlungsgebühr eine Gnadenbrotstelle eingerichtet und tragen die Kosten für die monatliche Solensia-Injektion in Hohe von 100 €. Futter und Streu übernimmt die neue Besitzerin, eine alte Dame mit der Bruno in einer Senioren-WG lebt.
Wir suchen für Bruno Paten, die sich an seinen Tierarztkosten beteiligen oder aber einen Paten für seinen Mobilitätsservice, wenn er zum Tierarzt muss.
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Wenn Sie noch Fragen zu den Gnadenbro- bzw. Dauerpflegestellen haben, wenden Sie sich bitte an Anita Andres, Tel. 02641 207 465 oder info(at)katzenschutz-aw(dot)de